4. Januar 2010 15:35
Warum Nacktscanner sinnvoll sind
Tonikaparallele (672 Beiträge seit 14.05.07)
Viele tun hier so, als sei die Einführung von Nacktscannern völlig sinnlos. Als politische Motive werden die (technische) Dummheit der
Politiker (stimmt), Vortäuschung von vermeintlicher Sicherheit für
das dumme Volk (stimmt ebenfalls) und das Riesengeschäft für die an
Entwicklung und Herstellung entsprechender Geräte beteiligten Firmen
(auch das natürlich richtig) genannt.
Ansonsten aber traut man den Geräten wenig zu, weil sie nicht alles
erkennen können, genau dies aber eigentlich müssten, um nützlich zu
sein - denn sonst schiebt sich der Terrorist seinen Sprngstoff
sonstwo hin. Stimmt auch, aber dennoch glaube ich, dass Nacktscanner
viel bewirken werden. Viel Ungutes.
Der Weg in den Überwachungsstaat geschieht schrittweise. Nacktscanner
sind ein weiterer, bedeutender Schritt. Für den Bürger wird es immer
selbstverständlicher, sich durchleuchten zu lassen und Privates,
Intimes dem Staat anzuvertrauen, und der Staat gewöhnt sich daran,
immer willkürlicher agieren zu dürfen.
Nicht nur, dass die Scanner immer besser werden und natürlich auch
mehr Details sichtbar machen werden, man wird sie auch an anderen
Orten aufstellen. Dann bedarf es nur noch eines weiteren Attentats,
und schon dürfen die Bilddaten gespeichert und an Ermittlungsbehörden
geschickt werden - wollen wir wetten? Denn wenn dadurch auch nur
*ein* Menschenleben gerettet werden kann… das kennen wir ja.
Ich denke mal, dass irgendwann alle Daten zusammenlaufen werden,
Stammdaten, Elena, Fingerabdrücke, Nacktbilder, Internetdaten,
Privates von der Festplatte, Bankdaten, usw.
Dann werden wir in der ”Brave New World” angekommen sein und müssen
uns um nichts mehr Sorgen machen.
geklaut auf www.heise.de/…/…Warum-Nacktscanner-sinnvoll-sind/…/