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Jun
Was ist denn schlimmer?
Da sprudeln seit 20. April 2010 täglich mehrerer Hunderttausende Liter Öl in den Golf von Mexiko. Oder sind es gar mehrere Millionen Liter? Und da sterben gehen Tiere und Plfanzen elendig zu Grunde, da werden große Teile des Meeres und der Küsten versucht, werden vernichtet. Und sollten die Hurrikans dann das ölverseuchte Wasser über Land tragen und dort verteilen, dann werden vermutlich ganze Städte und Dörfer unbewohnbar, Gärten und Felder, Wiesen und Wälder vernichtet. (Man stelle sich nur mal vor, man schütte vor den Gießen seines Gartens etwas Öl ins Wasser.)
Aber das scheint alles überhaupt nicht so schlimm zu sein, wenn man die etablierten Medien so verfolgt, da scheint etwas anderes viel, viel schlimmer: Der Börsenwert von BP sinkt, die Aktionäre bekommen keine Dividende, es muss viel Geld für Schadenersatzzahlungen bereitgestellt werden. Und auch für ein Marketing, damit das Ansehen der Firma nicht zu sehr leidet…
Also scheint der “Verlust” an Geld und Renomee und Wert viel schwerer zu wiegen als die Zerstörung der Natur, als die Zerstörung des Lebensraumes, ja sogar der Lebensgrundlage vieler Menschen, Tiere und Pflanzen.
Ist es nicht völlig egal was aus BP wird, und wenn BP völlig Pleite geht, und wenn deren Manager und Aktionäre völlig verarmen - Hauptsache das Ölleck wird geschlossen, die Schäden für die Umwelt werden gering gehalten, ein Umweltdesaster wird verhindert.
Aber erst wenn das Öl die Küsten Europas erreicht, erst dann werden manche Europäer begreifen, dass der Golf von Mexiko auch auf dieser Welt ist, und eigentlich gar nicht so weit weg…


















Mittwoch, 23 Juni, 2010 um 12:49
[...] Letzte Nacht habe ich in Görlitz verbracht, nur um zu sehen, das die VoKü Sommerpause macht. Unglaublich! Oder ist es die Wirtschaftskrise? Ein Video mit Sahra Wagenknecht über die Ursachen Wirtschaftskrise. Am Ende können wir es ja mal wieder auf den Ölpreis schieben. Was auf BP da mit der Ölkatastrophe im Golf von Mexiko an Kosten zu kommt! Das ist doch das einzige, was zählt. Aber: “Was ist denn schlimmer?” [...]