…Betrug der Anteil der sogenannten atypischen Beschäftigung - dazu zählen Leih- und Teilzeitarbeit, zeitlich begrenzte und Minijobs - an der Erwerbstätigkeit in Deutschland 1997 noch 17,5 Prozent, waren es 2007 bereits 25,5 Prozent.
Ist doch toll das es doch noch Wachstum gibt und zwar eines, was durch die Wirtschaftskrise sicherlich noch lange nicht vorbei ist, im Gegenteil, es wird immer weiter vorangetrieben.
Mehr als jeder vierte Beschäftigte hat ein prekäres oder anders(nämlich politisch korrekt) ausgedrückt ein atypisches oder flexibles Beschäftigungsverhältnis. Da muß dieses Viertel der Beschäftigten aber froh sein, dass es überhaupt noch Arbeit hat, wenn diese auch von den traditionellen Standards eines Normalarbeitsverhältnisses abweicht bei zum Beispiel hinsichtlich
- Einkommen
- Arbeitszeit
- Integration in soziale Sicherungssysteme
- Stabilität
- Arbeitnehmer(schutz)rechte
- Tarifbindung, betriebliche Interessenvertretung, Weiterbildung, Aufstiegschancen etc.
erspart es doch den Weg zur ARGE, die Beantragung von Hartz 4. Aber HALT! Das stimmt ja so auch nicht, denn bei einem immer größer werdendem Teil dieser “atypisch” oder “flexibel” Beschäftigten reicht das Arbeitsentgelt nicht zum Leben und muß durch Hartz 4 aufgestockt werden.
Und hier einige Leseempfehlungen:
Allein im Jahr 2008 konnten 1,4 Millionen Menschen aus der Grundsicherung in Erwerbstätigkeit vermittelt werden, auch wenn dies nicht immer zur Folge hatte, dass sie damit ihre Hilfebedürftigkeit endgültig beenden konnten.
- Monitor Arbeitsmarktpolitik (Aus: Böckler Impuls 10/2006):
Millionen Erwerbstätige arbeiten heute in Teilzeit, Minijobs, befristet, als Leiharbeitnehmer oder selbstständige Miniunternehmer. Die WSI-Mitteilungen analysieren die Konsequenzen so genannter atypischer Beschäftigung für Arbeitnehmer, Betriebe und soziale Sicherungssysteme: Einkommensunsicherheit und Beitragsausfälle können die Kehrseite flexiblerer Beschäftigungsformen sein.
- Haufe.de/Personal am 23.04.2009:
Leiharbeit, Teilzeitbeschäftigung sowie geringfügige und zeitlich begrenzte Jobs haben in Deutschland zugenommen. Das ergab eine Analyse des Instituts für Wirtschaftsforschung Halle (IWH). Demnach hat sich in den vergangenen Jahren ein Wandel der Erwerbsformen vollzogen, der vor allem Frauen und jüngere Erwerbstätige betrifft.
Veröffentlicht am
Freitag, 24 April, 2009 um 21:51 und wurde gespeichert unter: Geklautes, Geld, es war einmal.
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