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Sep
Bestechung mit 500 €uro, verteilt auf 10 bis 15 Jahre
Also manchmal muß man einfach eine Milchmädchenrechnung machen. Es geht nicht anders. Bei der prima Idee der CDU/CSU die Laufzeitverlängerung der AKWs um 10 bis 15 Jahre mit einer Entlastung der Bürger in Höhe von bis zu 40 Milliarden zu verbinden.
Bis zu 40 Milliarden (40.000.000.000) Entlastung bei den Energiekosten. Bei 80 Millionen (80.000.000) Einwohnern ergibt das rein rechnerisch (40.000.000.000 / 80.000.000 = 500) bis zu 500 €uro Entlastung pro Bürger. Ist ja toll, oder?
HALT! Nicht so schnell. Nach dem Artikel von SPON bringt die Verlängerung der Laufzeit um 10 bis 15 Jahre bis zu 75 Milliarden (75.000.000.000) €uro zusätzliche Gewinne. Und die Stromkonzerne wären bereit davon rund 40 Milliarden (40.000.000.000) €uro in einen öffentlichen Fonds abzuführen. (Also 53,3 % des Gewinnes).
Und aus diesem Fonds sollen dann Energiesparvorhaben und andere Maßnahmen zur Senkung der Stromkosten gefördert werden. Zum Beispiel die Subventionen für erneuerbare Energien.
Ist ja Toll! Und die Entlastung von bis zu 40 Milliarden (40.000.000.000) €uro bedeutet, falls diese beim Bürger ankommen sollte:
- Entlastung vom bis zu 500,- (fünfhundert) €uro pro Einwohner
- also bis zu 33,- bis 50,- (Dreiunddreißig bis fünfzig) €uro pro Jahr und Einwohner
- oder anders gesagt bis zu 2,75 bis 4,16 (zwei,75 bis vier,16) €uro pro Monat
Also eine gigantische Entlastung: 2,75 bis 4,16 €uro pro Monat gespart. Das sind pro Tag bis zu 9 beziehungsweise 13 Cent, je nach Laufzeit - prima!
Da ist es auch egal, das die Kernkraftwerke noch 10 bis 15 Jahre länger laufen, ist ja alles so sicher mit der Kernenergie (außer in Tschernobyl oder Majak vielleicht). Und es gibt auch so gut wie keinen Störfall (außer in Vandellòs II und Garoña, Ascó, Triccastin, Brunsbüttel und Krümmel oder Forsmark vielleicht). Und die Problematik der Endlagerung der Abfälle ist ja auch schon gelöst. Zum Beispiel in Asse oder in Gorleben.
Und hier zeigt Karl Weiss die Sicherheit der Atomkraft.
Ach so und man beachte bitte das bis zu (also auf keinen Fall mehr sondern maximal) 40 Millionen.
Und die Verbindlichkeit folgender Aussage im Artikel:
Da bin ich mir doch zu ___* % sicher. (* bitte eine Zahl zwischen 0 und 100 einsetzten).
Aber eventuell ist auch alles ganz anders. Wenn man die Kernkraftwerke außer Betrieb nimmt, muss man diese ja auch Abreißen zurückbauen. Und dabei fällt so das Eine oder Andere an. Radioaktiver Müll zum Beispiel. Und wenn man heute nicht so richtig weiß wohin, dann ist es doch besser, man läßt das Kernkraftwerk noch ein Weilchen laufen. In 10 bis 15 Jahren ist sicherlich auch das Problem der Endlagerung gelöst. Und so ganz nebenbei hat man auch noch ordentlich Rendite erzielt. Und die Bürger werden entlastet. Also eigentlich die optimalste Lösung. Da kann man das bisschen Risiko ohne Probleme wegstecken, wir haben doch eh alles im Griff.
















