23
Aug
Habe Vertrauen - alles wird gut?
Genau, Vertrauen fehlt in dieser Welt. Und auch ich habe keines mehr, also kein Vertrauen mehr. Warum sollte ich auch:
- Vertrauen in unsere Regierung und die Abgeordneten?
- Vertrauen in die Konzerne?
- Vertrauen in die Anrufer aus Call-Centern?
- Vertrauen in … (was weiß ich)
Also ich denke hier ist jede Begründung eigentlich überflüssig, und trotzdem will ich einige Gedanken dazu niederschreiben.
Es geht darum andere Menschen dazu zu bringen, dir freiwillig ihr Geld zu geben.
So hat kurz nach der Wende ein Bekannter von mir den Sinn Zweck des neuen anderen Wirtschaftssystem erklärt. Und damals hielt ich das sogar noch für zutreffend. Heute müsste man es, so denke ich anders formulieren:
Es geht darum sich selbst zu nehmen was man kriegen kann, ohne erwischt zu werden oder dafür bestraft werden zu können.
Und nach diesem Motto scheint heute fast alle Wirtschaftstätigkeit ausgerichtet. Nicht nur die unerlaubten Abbuchungen von Konten, deren Daten rechtswidrig erworben wurden (in der Hoffnung, es merkt keiner), die telefonisch (oft auch ohne Wissen und Wollen des Vertragspartners) abgeschlossenen “Verträge”, die Beimischung von Gammelfleisch in Lebensmittel und und und. Aber nicht nur ungesetzliche Machenschaften folgen diesem Motto, auch Gesetze (so meine Meinung) werden von Lobbyisten in diesem Sinne beeinflußt und so mancher Leistungsträger* / Verantwortliche* / Abgeordnete* / Manager* / Politiker* / Beamte* (* nichtzutreffendes bitte streichen), tut alles alles um sich und den seinen soviel wie möglich zuzuschanzen (Hier dazu nur ein Beispiel).
Also das Vertrauen das alles gut wird, kann wohl der Dümmste nicht wirklich haben.
Nun gibt es auch einen Ausspruch, der einem gewissen Lenin (oder Bürgerlich: Wladimir Iljitsch Uljanow) zugeschrieben wird. In Wikiquote finden wir folgendes:
“Vertrauen ist gut, Kontrolle ist besser”
In dieser Formulierung ist das nicht authentisch, obwohl sich Lenin sinngemäß durchaus so geäußert hat:
“Nicht aufs Wort glauben, aufs strengste prüfen - das ist die Losung der marxistischen Arbeiter.”
und dieses “Nicht aufs Wort glauben, aufs strengste prüfen” sollte vielleicht nicht nur die Losung marxistischer Arbeiter sein!
Denn was man so täglich hört oder liest, kann man ja gar nicht alles Glauben, also sollte man es aufs strengste prüfen.
Und zum Abschluß noch ein kleines Video dazu via redblog.


















Samstag, 23 August, 2008 um 15:04
Und hier noch ein bereits Ende März 2008 veröffentlichter Artikel auf Telepolis, in welchem es um die “Europäische Verfassung” oder besser gesagt um die Festschreibung der Macht in Europa und die Umgehung nationaler Verfassungen geht.