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Und aus dem Dunkel kam eine Stimme:
„Lächle und sei froh, es könnte schlimmer kommen!”
Und ich lächelte und war froh, und es kam schlimmer!

Rettet unsere Grundrechte: Freiheit statt Angst

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13
Mai

Falsche Worte…

KONFUZIUS:

“Wenn die Worte nicht stimmen, dann ist das Gesagte nicht das Gemeinte. Wenn das, was gesagt wird, nicht stimmt, dann stimmen die Werke nicht. Gedeihen die Werke nicht, so verderben Sitten und Künste. Darum achte man darauf, dass die Worte stimmen. Das ist das Wichtigste von allem.”

Man lese zum Beispiel hier, oder hier, oder hier oder …


29
Apr

Digitaler TV-Wahnsinn

Das ist ja Irre!

Also ich habe heute für einen Bekannten den Digitalreceiver angeschlossen und eingerichtet, also quasi die Programme eingespeichert. Und nun kann er statt aus bisher etwa 30 aus 196 frei einfangbaren Fernsehprogrammen (ich habe alle die eine Smartcard benötigen oder verschlüsselt sind gleich weggelassen) auswählen.

Und da hat er die Qual der Wahl! Obwohl einige werden wir wohl morgen oder übermorgen noch aus der Programmliste entfernen:

  • 24 Programme die die ganzen Tag lang (ja auch auch wenn Kinder vor der Glotze sitzen - da scheint Geschäft vor Jugendschutz zu gehen -) zum Anrufen gewisser Damen (und Herren) über teure “Mehrwert”-Rufnummern animieren!
  • 16 Programme, über die von Früh bis Spät “Homeshopping” anbieten, Verkaufssender sozusagen!
  • 34 fremdsprachige Programme (tja, nicht jeder kann Englisch, Französich, Arabisch, Italienisch, Spanisch, Polnisch, Russisch…)
  • Und Astro-TV, das will er sich auch nicht antun!

Bleiben also nur noch 121 Programm übrig, wird also das Angebot schon überschaubarer? Schauen wir mal:

  • ARD, ZDF, die Dritten und andere Öffentlich Rechtliche aus Deutschland bringen es immerhin auf 46 (in Worten sechsundvierzig) Programme. Ja klar, mit den ganzen regionalen Angeboten (mdr mit 3 - für Sachsen, Sachsen-Anhalt und Thürigen, WDR mit 11, das Bayerische Fernsehen (mit Alpha) auf 4 um nur einige zu nennen. Und auch ZDFneo, Eins Festival, PHOENIX, KIKA und arte zähle ich hier mit. Wenn man hier die mehrfachen - nur regional unterschiedlichen - Angebote aussortiert gehen davon 16 weg.

Sind wir also jetzt bei 105.

  • RTL, Sat1, Pro 7,  VOX, Kabel 1 und die anderen Privaten und öffentlich Rechtlichen(?) - auch aus Österreich und der Schweiz - stellen davon 75. Und da sollte für jeden etwas dabei sein. Sport, Musik, Trickfilme, Nachrichten, Dokumentationen und Doku-Soaps, Spielfilme, Unterhaltung, religiöse Erbauung, und und und.

Wenn man jetzt täglich 8 Stunden, was ja sehr viel wäre, Fernsehkonsum voraussetzt und dabei jeden Sender mal sehen wollte, bleiben dafür jeweils 4,5 Minuten!

Und da gibt es noch Angebote, die man gegen extra Bezahlung (die zusätzlich zu den Rundfunk- und Fernsehgebühr in Höhe von 17,98 Euro anfällt) sehen kann…

Da bin ich echt froh, dass ich keinen Fernseher mehr habe. Mir reicht die etwa zweimal im Monat erscheinende Sendung Fernsekritik.TV um zu erfahren was im deutschen TV so abgeht, und der Rest des Internets…


08
Apr

Religiöse Rituale

Nachfolgender Text von Yuriko Yushimata stammt aus dem Buch

Religion Version 2.100
Yuriko Yushimata – Science (Social) Fiction Short Stories

(Alle Texte dieses Buches sind in der deutschen Sprachfassung auf Dauer, auch über den Tod der Autorin hinaus, vom Urheberrecht freigestellt. Die Texte in der deutschen Sprachfassung dürfen bei Nennung der Autorin und der Quelle beliebig verwandt werden.
Insbesondere sind die Texte in der deutschen Sprachfassung auch zum Nachdruck, für die Verbreitung im Internet und für Tauschbörsen auf Dauer freigegeben. Kopie & Verbreitung sind ausdrücklich erwünscht.
Ein neues Urheberrecht oder urheberrechtsähnliche Rechte (z.b. Leistungsschutzrechte) dürfen durch die Verwendung der Texte nicht generiert werden.
Auf dieser Seite findet sich ein Text als HTML, der Gesamttext steht auch in anderen Formaten unter – http://www.irrliche.org/yuriko_yushimata.html – frei zur Verfügung)

Yuriko Yushimata

Religiöse Rituale

Sie hatte Aniko fast 2 Jahre nicht mehr gesehen, dabei war Aniko doch ihre beste Freundin.
Sie wohnten einfach zu weit voneinander entfernt. Obwohl es mit der Hochgeschwindigkeitsplattform kaum 50 Minuten waren.

Miyuki schwieg, sie hatte ein leicht schlechtes Gewissen, weil sie sich so lange nicht bei Aniko gemeldet hatte. Auch Aniko schien etwas verlegen. Miyuki bemerkte, dass ihre Freundin an ihr vorbei sah und und am Ärmel ihrer Bluse zupfte, als sie zu sprechen begann. “Ich habe mich ewig nicht gemeldet, ich hoffe, Du hast trotzdem noch Lust, Dich mit mir zu unterhalten?”
Miyuki prustete los. “Genau dasselbe wollte ich Dich gerade fragen.”
Beide lachten. Auf einmal war es wie immer. Sie nahmen sich in die Arme und gingen ein Stück. Aniko erzählte von ihrem neuen Freund.

Dann setzten sie sich in ein Café, Aniko bestellte sich einen Trirrl in blau, Miyuki ließ sich eine dieser altertümlich zubereiteten Kaffeespezialitäten bringen, einen Latte Macciato.
Sie liebte Kaffee. Ein Laster, dass sie sich erst im letzten Jahr angewöhnt hatte und das Aniko noch nicht kannte.
Aniko krauste die Nase, als die Getränke kamen und sie Miyukis Getränk sah. “Iiieh, ist das echte Milch?”
Miyuki lachte. “Das wäre viel zu teuer.”

Einen Augenblick schwiegen sie wieder beide.

Dann bemerkte Miyuki, dass ihre Freundin sie intensiv ansah. “Aber was tust Du jetzt? Studierst Du noch, Miyuki?”
Miyuki nickte.
Aniko blickte sie neugierig an. “Immer noch Religionssoziologie? Was machst Du da eigentlich?”
“Ich schreibe gerade meine Abschlussarbeit.”
“Worüber schreibst Du?” Aniko lehnte sich zu ihr hin. “Mich interessiert das wirklich.”
Miyuki setzte sich etwas entspannter hin. “Über religiöse Rituale im deutschen Teil Europas nach der Jahrtausendwende, also zu Beginn des 21ten Jahrhunderts.”
Aniko staunte. “Das ist über 300 Jahre her. Was untersuchst Du da?”

Miyuki sah in die Ferne, sie versuchte in ihren Gedanken das Thema ihrer Abschlussarbeit möglichst klar und kurz zu fassen. “Ich untersuche die ritualisierten religiösen Praxen in einer Einrichtung, die Arbeitsagentur genannt wurde. Abgekürzt wurde das ARGE.
Der deutsche Teil Europas und Japan waren sich damals ähnlich, in beiden Gesellschaften wurde die Arbeit zu einer Art religiösem Selbstzweck verklärt.
Deshalb ist es auch im Kulturvergleich spannend.”

Miyuki sah, dass Aniko Schwierigkeiten hatte, sich das vorzustellen.
Fragend blickte die Freundin Miyuki an. “Wie sah das aus?”

“Oh, diese ARGE genannte Institution hat zum Beispiel viel Geld dafür ausgegeben, um Menschen ohne Arbeit zu zwingen, sinnlosen Tätigkeiten nachzugehen.
Zum Beispiel wurden Arbeitslose dazu gezwungen, den ganzen Tag alte wertlose Puzzlespiele zu sortieren und auf Vollständigkeit zu prüfen.
Es wurde eine ganzer Dienstleistungssektor geschaffen, der nur dafür bezahlt wurde, Arbeit für Arbeitslose zu simulieren. Viele Arbeitslose wurden auch durch sinnlose Fortbildungen beschäftigt.
Das ganze kostete viel Geld.”

“Aber wieso?”
“Die Menschen glaubten damals, dass Menschen ohne fest zugewiesene Arbeit zu schlechten Menschen werden würden. In meiner Abschlussarbeit vertrete ich die These, dass dies letztendlich an bestimmte christliche Glaubenssätze anschließt.
Die Arbeit war für die Leute eine Art säkularisierte Form der Religionsausübung.”

Miyuki seufzte. Aniko musste laut loslachen.

Nach einer Weile schüttelte Aniko den Kopf. “Du nimmst mich hoch? Das ist ein Witz, oder?”
Auch Miyuki musste lachen. “Nein, unsere Vorfahren hatten sie einfach nicht alle. Mir ist nur noch nicht ganz klar, woher sich dieser Wahn in Japan speiste.”

Aniko sah Miyuki an. “Ein verrücktes Thema.”

Lachend tranken sie aus.

FIN


07
Apr

Transparenz bitte

Fefe schrieb in seinem Blog:

Nachschlag zu der ACTA-Transparenz: Dank der zahlreichen eingegangenen Spenden lässt sich Mathias Schindler nicht einfach abspeisen sondern nervt schön anwaltlich zurück. Großartiges Spektakal, ach was sage ich, ein Fest! Wenn es doch nur eine Partei gäbe, die sich Transparenz auf die Fahnen schriebe und dann sowas hier täte!

Hier die ganze Angelegenheit chronologisch aufgelistet.


02
Apr

Also lieber Urheber,

… dann trete mal alle Deine Ansprüche an uns, den Verlag ab. Denn wir stärken das Urheberrecht, damit Du, lieber Urheber, angemessen am wirtschaftlichen Ertrag Deiner geistigen Leistung beteiligt wirst.

Aber natürlich nur durch eine einmalige Honorarzahlung, mit welcher alle Deine Ansprüche abgegolten sind und wir ein umfassendes, also die umfassendsten Nutzungsrechte an Deinem geistigen Eigentum erworben haben. Selbstverständlich.

Und dann nennen wir es Content und unterwerfen es einem Leistungsschutzrecht für Presseverleger! So. Dann unterschreibe mal schnell und denke immer daran:

ES GEHT NUR UM DIE INTERESSEN DER URHEBER! Was den sonst?

Demo Freiheit statt Angst 2009 am 12.09.09 in Berlin
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